Biografie

Photo © Melanie Scheuber

Rea Dubach wurde 1992 in Biel geboren. Ihre ersten neun Lebensjahre verbrachte sie in den Hügeln und Wälder im Seeland und begann mit sechs Jahren Ballett zu tanzen. Ihre Leidenschaft galt dem Tanz und den kleinen Dingen ums Haus und im Wald. So fand man sie oft im eingeschneiten Garten in Mütze und Handschuhe beim Wegwischen von Schnee auf Blättern und Blumen. Wenn man sie fragte was sie da tat kam eine knapp angebundene Antwort in ganz selbstverständlichem Ton, dass doch die Blumen kalt haben unter dem Schnee.

Mit 12 Jahren wurden ihre Pläne einer Tanzkarriere durchkreuzt, weshalb sie sich vom Tanz abwenden musste. Dank diesen äusseren Umständen gelangte sie durch Zufall zur Musik, denn obschon durch ihren Vater, Gitarrist von Beruf, die Musik seit sie denk
en konnte in ihrem Alltag vorhanden war, galt ihre Aufmerksamkeit bis anhin dem Tanz. So begann sie mit Gesangs – und Klavierunterricht und war sehr schnell den Klängen der Stimme und des Alltags verfallen. Klang und Geräusch begann sie immer mehr zu faszinieren. Durch einen Gitarren Fund im Wald brachte sie sich selbst das Gitarrenspiel bei. Kurz darauf kam sie in den temporären Besitz einer Geige und versuchte sich auch hier autodidaktisch. Ihre ersten Bühnenerfahrungen sammelte sie als Lead Sängerin bei einer Blues/Rock Band, obschon ihre Faszination schon immer der nordischen Folks Musik sowie der experimentellen Klangwelt von Musikern wie Mike Patton, John Zorn und der Neuen Musik galt.

Am Gymnasium Hofwil begann sie im Zuge der Talentförderung ihr Studium in Jazz Gesang an der HKB Bern. Nach drei Jahren Doppelausbildung begann sich ihr musikalischer Drang immer mehr bemerkbar zumachen, weshalb sie das Gymnasium abbrach um sich ganz dem Musik Studium widmen zu können.
Ihr Musikstudium absolvierte sie an der HKB in Gesang im Bachelor und Master bei Andreas Schaerer, Lauren Newton, Efrat Alony und Denise Bregnard sowie im Master Komposition bei Django Bates, Frank Sikora, Martin Streule und Dieter Ammann.

Während ihrem Studium begann Rea sich immer mehr für Elektronik, Sampling und Klangverfremdung zu interessieren und experimentierte mit diversen Effekten und Stimme. So baute sich mit der Zeit ein ganz eigenes Set up und ihre ganz eigene Klangwelt zusammen, welche atmet und oszilliert zwischen Akustik und Elektronik. Ihr Fokus galt immer wie mehr der Klangkontinuität und der Intimität ihres künstlerischen Schaffens.

Seither spielt sie als Sängerin, meistens ausgestattet mit Effekten und kleinen Instrumenten, regelmässig mit verschiedenen Projekten und Bands. Allen voran mit ihrem Trio Síd, welches sie 2010 gründete und mit welchem sie seither aktiv im In – und Ausland tourt.

Ausserdem ist sie Mitglied bei Aberratio Ictus, ∄ [doesnotexist], der siebenköpfigen Band Tellurian, Murmur sowie mit ihrem Soloprojekt Das Reum. In Kollaboration als Solokünstlerin findet man sie die Bühne teilend mit Dr. Mo.

Sie spielte diverse Male am Kurationsabend von Julian Sartorius in der Dampfzentrale (Joyful Noise in the Dark), war als Sängerin, Pianistin und Perfomerin Teil des multimedialen Musiktheaters Angelus Novus II von Helmut Oehring und war diverse Male mit Joyful Noise (Hans Koch, Martin Schütz, Julian Sartorius) zu hören. Zu dem ist sie als Live-Musikerin/Perfomerin und Komponistin/Produzentin an diversen schweizer Theater-, Tanz/Performance- und Filmprojekten beteildigt. Unter anderem Angeklagt, Mamas Body is a Mountain, Calamari Union, Counting Out sowie in der SRF-Filmproduktion Das Mädchen vom Änziloch (Alice Schmidt, 2016).

Im Frühjahr 2014 wurde sie mit Síd für den Jazzpreis der Zürcher Kantonalbank im Moods nominiert und gewann mit Síd den ersten Preis am Internationalen Jazzpreis in Biberach.
Im Mai 2016 gewann Rea mit ihrer Band Tellurian den Transnational Förderpreis des Jazzclubs BeJazz in Bern.

Ihre Konzerte und Tourneen führte sie bisher in Länder wie Deutschland, Frankreich, Schweden, Türkei, Dänemark, Griechenland, Italien, England, Holland, Island sowie quer durch die Schweiz.

Sie arbeitet und performt unteranderem mit Julian Sartorius, Ronny Graupe, Shazhad Ismaily, Andreas Schaerer, Skúli Sverrisson, Hans Koch, Gyða Valtysdóttir, Martin Schütz u.v.a.